Wenn die Thematik »Keyword« in einem Satz zusammengefasst werden müsste, ginge das folgendermaßen: »Schreiben Sie nicht einfach drauf los, sondern machen Sie sich Gedanken über Ihre Inhalte, strukturieren Sie sie und konzentrieren Sie sich pro Text auf ein Hauptthema.« Zugegeben, das war kein kurzer Satz. Denn ganz trivial ist die Thematik »Keyword« nicht. Doch die gute Nachricht lautet: Wenn Sie Ihre Texte gut strukturieren, entstehen Keywords fast von allein. Überlegungen zu Keywords helfen Ihnen aber dabei, Inhalte und damit die Website erfolgreich zu strukturieren und keine doppelten Inhalte zu erstellen. Es gibt auch alternative Bezeichnungen für den Begriff »Keyword«. So werden des Öfteren die Begriffe »Schlüsselwörter« oder »Schlagwörter« verwendet. Da diese Begriffe jedoch unterschiedliche Bedeutungen haben können, wird hier der Eindeutigkeit halber ausschließlich die Bezeichnung »Keyword« verwendet. Als Keyword wird der Begriff bezeichnet, auf den sich der Hauptinhalt eines Textes bezieht. Beispielsweise ist in einem Text über das Studienangebot der Universität Jena »Studienangebot« das Keyword. |
Mit einem Keyword legen Sie fest, wofür Sie mit Ihrem Text bei Google gefunden werden möchten. Denn Keywords spielen für die Suchmaschinen eine wichtige Rolle: Ein Internet-User gibt bei Google einen Suchbegriff ein. Google überprüft dann, ob der Suchbegriff mit dem wichtigsten Begriff einer Webseite (das ist das verwendete Keyword) übereinstimmt. Eine Seite, bei der Suchbegriff und Keyword übereinstimmen, wird in den Ergebnissen oben angezeigt. Eine Website, die den Suchbegriff nicht verwendet, wird nicht angezeigt. Wenn Sie also einen Text über das Studienangebot der Universität Jena schreiben und Ihr Keyword »Studienangebot« ist, wird Ihr Text in den Ergebnissen von Google für den Suchbegriff »Studienangebot« angezeigt. Gibt ein Internet-User hingegen »Fahrdienst Uni Jena« ein, wird Ihre Seite nicht angezeigt. Das ist auch gut so, weil Ihre Seite nicht dieses Thema behandelt. Inhalte strukturierenKeywords helfen Ihnen, Ihre Inhalte zu strukturieren. Wenn Sie für die neue Internetseite der Universität Jena fünf Texte schreiben möchten, sollten Sie auch fünf Keywords verwenden. Negativbeispiel: - Text 1 = Keyword A
- Text 2 = Keyword A
- Text 3 = Keyword B
- Text 4 = Keyword B
- Text 5 = Keyword C
Positivbeispiele: - Text 1 = Keyword A
- Text 2 = Keyword B
- Text 3 = Keyword C
- Text 4 = Keyword D
- Text 5 = Keyword E
oder - Text 1 (Text 1 und Text 2 aus dem Negativbeispiel werden zu einem Text
zusammengefasst) = Keyword A - Text 2 (Text 3 und Text 4 aus dem Negativbeispiel werden zu einem Text zusammengefasst) = Keyword B
- Text 3 = Keyword C
Auf ein Thema konzentrierenDarüber hinaus helfen Ihnen Keywords, sich auf die wesentlichen Inhalte zu konzentrieren. Beispiel: Sie verfassen einen Text zum Studienangebot der Universität Jena. Dabei kann es leicht passieren, dass Sie viel darüber schreiben, wie angenehm es ist, in der Studentenstadt Jena zu leben. Das eigentliche Thema »Studienangebot« nimmt dann allerdings nur einen kleinen Teil ein. Deshalb wird, obwohl das eigentlich Ihr Ziel war, Ihr Text bei Google nicht für den Suchbegriff »Studienangebot« angezeigt. Wenn Sie sich jedoch auf das Keyword konzentrieren, behandeln Sie ein klar umrissenes Thema. Das stellt einen Mehrwert für die User und für die Suchmaschinen dar. Fazit: Mit Keywords erreichen Sie, ... - ... dass jeder Text ein klar abgegrenztes Thema behandelt (und nicht viele verschiedene Themen).
- ... dass ein Thema nur in einem Text behandelt wird (und nicht an verschiedenen Stellen). Das garantiert, dass der User alle Informationen gebündelt erhält und nicht an verschiedenen Stellen zusammensuchen muss.
|
Wenn Sie einen Text schreiben wollen, haben Sie in der Regel bereits eine Idee, wovon dieser Text handeln soll. Für weitere Inspirationen können Sie sogenannte Keyword-Finder nutzen. Diese Tools zeigen Ihnen, welche Begriffe Internet-User bei Suchmaschinen eingeben. Weitere Möglichkeiten liefert Google: - Wenn Sie bei Google einen Suchbegriff eingeben, vervollständigt Google den Begriff mit beliebten Suchanfragen. Diese Vorschläge können Sie aufgreifen.

- Geben Sie den Hauptbegriff Ihres Textes bei Google ein und scrollen Sie auf der Ergebnisseite ganz nach unten. Dort finden Sie verwandte Suchanfragen:

Selbst wenn Sie die Vorschläge nicht als Keyword nutzen, erlangen Sie durch Keyword-Finder und Google-Vorschläge einen Vorteil: Sie erhalten Anregungen, welche Inhalte Sie in Ihrem Text behandeln sollten, da sich die Internet-User dafür interessieren. |
Wie bereits dargestellt wäre der Begriff »Studienangebot« das Keyword für einen Text über das Studienangebot der Universität Jena. Bei einem Text über den Fahrdienst der Universität Jena wäre »Fahrdienst« das Keyword. Es scheint im ersten Moment recht simpel zu sein, ein gutes Keyword zu finden. Allerdings gibt es eine große Gefahr: Sie verwenden womöglich Begriffe als Keywords, die für Sie zwar selbstverständlich sind, die aber nicht von den Internet-Usern gesucht werden. Wählen Sie deshalb als Keywords die Begriffe, die auch oft bei Suchmaschinen eingegeben werden. Es nützt wenig, wenn Sie beispielsweise einen tollen Text über das Keyword »Studienangebot« schreiben und 95 % der Internet-User bei Google den Suchbegriff »Studienmöglichkeit« eingibt. In diesem Fall würden Sie mit Ihrem Text zwar eine gute Position in den Ergebnisseiten für den Suchbegriff »Studienangebot« erreichen, Aufrufe erhält Ihre Webseite jedoch trotzdem nicht, da fast alle User den Begriff »Studienmöglichkeit« suchen. Deshalb: Verwenden Sie den Begriff, der zu Ihrem Text am besten passt und zugleich am häufigsten gesucht wird. Um herauszufinden, wie oft ein Begriff tatsächlich gesucht wird, gibt es viele Tools. Diese sind aber meistens kostenpflichtig. Folgende kostenlose Tools bieten zwar nur eingeschränkte Möglichkeiten, können aber dennoch hilfreich sein: Eines der besten Tools ist der Google Keyword Planner. Das Programm besitzt eine sehr große Datenbank und sehr aussagekräftige Daten. Um das Tool kostenlos zu nutzen, ist allerdings eine etwas komplizierte Anmeldung nötig. Eine gute Anleitung finden Sie hier: http://www.fit4on.de/google-keyword-planner/ Tipp: Manchmal ist ein Keyword mit geringen Suchanfragen ebenfalls geeignet: Wenn es nur sehr wenig Konkurrenz und Wettbewerb bei einem Begriff gibt, kann es sich lohnen, im Text diesen Begriff zu verwenden (weniger Konkurrenz = mehr Chancen auf Aufrufe). Fazit: Gute Keywords sind Keywords, die den Hauptinhalt Ihres Textes darstellen, oft gesucht werden und bei denen es wenig Konkurrenz gibt. |
Sie haben ein gutes Keyword gefunden. Diesen Begriff sollten Sie nun folgendermaßen verwenden: - Verwenden Sie das Keyword in der Überschrift und den Zwischenüberschriften.
- Verwenden Sie das Keyword am Anfang, in der Mitte und am Ende Ihres Textes.
- Verwenden Sie das Keyword zu ca. 2 – 3% im Text, also 2- bis 3-mal pro 100 Wörter.
Wenn Sie den Begriff seltener verwenden, erkennen Suchmaschinen nicht, dass es sich dabei um das Keyword handelt. Wenn Sie den Begriff öfter verwenden, vermuten Suchmaschinen, dass es sich bei Ihrem Text um Spam handelt und werten Ihren Text ab. - Notwendige grammatikalische Abwandlungen des Keywords stellen kein Problem dar und können verwendet werden.
- Verwenden Sie Synonyme des Keywords.
Wenn Ihr Keyword beispielsweise »Studienangebot« lautet, benutzen Sie im Text ebenfalls das Wort »Studienmöglichkeiten«. Damit decken Sie verschiedene Suchanfragen ab. - Zusätzlich zum Hauptkeyword sollten Sie Nebenkeywords verwendet. Das sind Begriffe, die thematisch mit dem Hauptkeyword in Beziehung stehen. So erschaffen Sie semantische Zusammenhänge und die Suchmaschinen verstehen Ihren Text besser.
Wenn Ihr Hauptkeyword »Studienangebot« lautet, sind passende Nebenkeywords »Studium«, »Universität«, »Studiengang« usw. - Bei der Verwendung eines Keywords gilt: Versuchen Sie nichts zu erzwingen. Schreiben Sie natürlich. Gestalten Sie Ihren Text so, dass er für Ihre Lesende angenehm zu lesen ist.
Wenn Sie ein Keyword nur zum Preis der Leserlichkeit in einen Text integrieren können, verzichten Sie lieber auf den Begriff. - Verwenden Sie das Keyword in den sogenannten Meta-Daten (Meta-Description, Titel, URL).
- Zu den Meta-Daten gehören auch die Meta-Keywords. Dazu sollten Sie zwei Dinge wissen:
- Trotz des ähnlichen Namens sind sie nicht mit den hier beschriebenen Keywords identisch.
- Meta-Keywords werden von Google nicht mehr verwendet und haben auch bei anderen Suchmaschinen nur noch einen geringen Einfluss. Meta-Keywords müssen Sie deshalb nicht mehr angeben.
- Ein als Keyword verwendeter Begriff darf in anderen Texten erwähnt werden. In diesem anderen Text muss es aber ein neues Keyword geben.
Sie haben beispielsweise einen Text über das »Studienangebot« der Universität Jena geschrieben. Nun verfassen Sie einen Text über die »Studienbedingungen«. In diesem zweiten Text dürfen Sie den Begriff »Studienangebot« erwähnen, das Keyword und damit der am häufigsten verwendete Begriff ist aber »Studienbedingungen«.
Folgende Punkte wurden zwar bereits erwähnt, sind aber sehr wichtig. Daher werden sie hier nochmal ausführlicher erläutert: Wichtig: Pro Text sollten Sie nur ein Hauptkeyword verwenden. Wenn Sie Inhalte zu einem anderen Keyword haben, erstellen Sie einen neuen Text. Beispiel: Das Keyword lautet »Studienangebot«. Sie möchten gern auch etwas zu den Studienbedingungen in Jena schreiben. Dann sollten Sie diese Informationen nicht in den Text mit dem Keyword »Studienangebot« verwenden, sondern schreiben einen neuen Text mit dem Keyword »Studienbedingungen«. Da sich die beiden Texte thematisch ergänzen, empfiehlt es sich, die Texte miteinander zu verlinken. Wichtig: Für jedes Keyword sollte es nur einen Text geben. Wird ein Begriff auf mehreren Seiten als Keyword verwendet, wissen die Suchmaschinen nicht, welcher Text die gewünschten Informationen liefert und wertet die Texte ab. Zudem müssen die User ihre Informationen an verschiedenen Stellen suchen, sind frustriert und verlassen die Seiten der Universität Jena. Beispiel: Das Keyword »Studienangebot« wird in Text A und in Text B behandelt. Falls ein User in einer Suchmaschine den Suchbegriff »Studienangebot« eingibt, weiß die Suchmaschine nicht, ob Sie Text A oder Text B als Ergebnis anzeigen soll. Im Zweifelsfall gibt die Suchmaschine den Text einer anderen Universität an. Gelangt ein User dennoch auf die Website der Universität Jena, findet er nur einen Bruchteil der Informationen und verlässt die Seite. |
|